Pressemitteilungen

18.02.2016, 15:30 Uhr | Verfasser: Björn Hinrichs und Thorsten Köster
Heißt es in Braunschweig bald „Kleingeld Ade?!“
CDU-Fraktion Braunschweig schlägt vor, dem Beispiel von Kleve zu folgen und über die Abschaffung von 1- und 2-Cent-Münzen nachzudenken
Während die Europäische Zentralbank vor kurzem die Diskussion aufgeworfen hat, ob nicht die 500-Euro-Scheine abgeschafft werden könnten, fragt die CDU-Fraktion im Braunschweiger Stadtrat nach der Sinnhaftigkeit von Kleingeld. In der nordrhein-westfälischen Stadt Kleve wird seit dem 1. Februar nicht mehr mit 1- und 2-Cent-Münzen bezahlt und auch in Irland ist im letzten Jahr das für viele Menschen nervige Kleingeld abgeschafft worden.
Björn Hinrichs, Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses hat nach Möglichkeiten gefragt, die lästigen 1- und 2-Cent-Münzen in Braunschweig abzuschaffen
„Das können wir in Braunschweig doch sicherlich auch", meint Björn Hinrichs, Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses und ergänzt: „Braunschweig hat einen florierenden Einzelhandel und eine überaus starke Innenstadt. Aber eine Sache ist für Kunden wie für Händler gleichermaßen wirklich lästig und zwar das viele Kleingeld."

Oftmals müssen Händler beim Umtausch des Hartgeldes an ihre Bank sogar Gebühren zahlen. Und diese steigen kontinuierlich seit Jahren, denn auch die Banken müssen das Hartgeldmanagement teuer bezahlen und schlagen dies inzwischen immer öfter auf ihre Geschäftskunden um.

Hinrichs meint: „Es kommt oft vor, dass ich im Laden stehe und mich frage, warum ein belegtes Brötchen nun gerade 2,62 Euro kosten muss und nicht 2,60 Euro. Viele Kunden verstehen auch nicht den Sinn hinter der Maßnahme, dass ein Produkt nicht für 2 Euro angeboten wird, sondern vielfach für 1,99 Euro. Man hat dann immer das Gefühl, dass man irgendwie hinters Licht geführt werden soll; wenn auch nur mit psychologischen Tricks.“

Hinrichs hat deshalb in der letzten Sitzung des Wirtschaftsausschusses angefragt, welche Umsetzungsmöglichkeiten ein solcher Vorschlag in Braunschweig hätte. Die Verwaltung wäre bei einem Vorstoß natürlich auf die Mithilfe der heimischen Wirtschaft angewiesen und würde bei diesen zunächst die Bereitschaft abfragen. „Wir würden uns freuen, wenn möglichst viele Einzelhändler in Braunschweig bei dem Thema mitziehen würden. Die Kunden werden es Ihnen danken und vernünftig ist es auch. Die notwendigen Preisab- und aufrundungen müssten sich natürlich die Waage halten, denn wir wollen auf keinen Fall, dass alles teurer wird“, so Hinrichs abschließend.

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