Pressemitteilungen

24.03.2020, 15:00 Uhr | Verfasser: Ulf-Christian Wehage
Kein Schnellschuss beim B58
Nostalgisches Festhalten am alten Standort verhindert neues Denken
Es ist unstrittig, dass das Kinder- und Jugendkulturzentrum am Bültenweg in einem sehr schlechten Zustand ist und dringender Handlungsbedarf besteht. Aber ein kategorisches Festhalten am bisherigen Standort am Bültenweg 58, wie im SPD-Antrag in der heutigen Ratssitzung gefordert, halten wir für falsch und haben es abgelehnt. Wir stellten stattdessen den Änderungsantrag „B58 neu denken – Ideen sammeln vor der Standortentscheidung“, der von der bunten Ratsmehrheit abgelehnt wurde.
Antje Keller fordert beim B58 ein neues Denken und spricht sich gegen Schnellschüsse aus

„Es macht keinen Sinn, aus rein nostalgischen Gründen den bisherigen Standort und womöglich noch das Gebäude selbst als alternativlos hinzustellen. Sich verändernde Anforderungen und auch Ansprüche in der Jugendarbeit sowie die städtebauliche Dynamik in dem Quartier machen vielmehr eine offene, zukunftsweisende Diskussion notwendig, die aber durch den dogmatischen SPD-Antrag ausgeschlossen wird. Wir wollen eine Lösung, die für die nächsten Jahrzehnte tragfähig und finanzierbar ist“, erläutert Antje Keller, unsere jugendpolitische Sprecherin.

In unserem Änderungsantrag schlugen wir deswegen eine Evaluierung des vorhandenen Konzepts des B58 vor. Parallel sollte eine Kooperation mit dem in fußläufiger Nähe existierenden CoLiving Campus am Bienroder Weg und deren Entwicklungsmöglichkeiten ausgelotet werden. „Wir brauchen keine schnelle Entscheidung, sondern die bestmögliche für die Jugendlichen und die Stadt. Deswegen wollten wir einen Ideen-Workshop mit Verwaltung, Jugendlichen und Politik an einem Tisch starten. Die Ergebnisse sollten dann Grundlage für einen Beschluss des Rates sein“, meint Antje Keller.

Eine Machbarkeitsstudie für Sanierung oder Neubau des B58 am bisherigen Standort war bereits im Jugendhilfeausschuss, im Bauausschuss und auch im Rat vorgestellt worden. „Um darüber sachkundig entscheiden zu können, bedarf es weiterer Antworten der Verwaltung, etwa die, wie die Sanierung oder ein Neubau an gleicher Stelle finanziert werden soll. Im Raum stehen derzeit Schätzungen in Höhe von 16 Millionen Euro. Angesichts dieser Summe sollten unüberlegte Schnellschüsse vermieden werden“, sagt unsere jugendpolitische Sprecherin.

Wir erwarten von der Verwaltung neben alternativen Standortvorschlägen auch die Überprüfung eines „abgespeckten“ Sanierungskonzepts und vor allem ergebnisoffene Gespräche mit den Initiatoren des CoLiving Campus, der vielschichtiges, modernes, urbanes Leben in einem hochinteressanten Projekt zukunftsträchtig bündeln will. 

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