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Pressemitteilungen
17.12.2020, 11:15 Uhr | Verfasser: Ulf-Christian Wehage
E-Mobilitätskonzept schließt technologische Lücke
Wir begrüßen das E-Bus-Konzept als folgerichtigen Lösungsansatz zur Reduzierung von CO2- und Lärm-Emissionen im Öffentlichen Personennahverkehr.

Wir stimmen der Einführung eines systematischen Elektrobusbetriebs in Braunschweig zu und empfiehlt der Gesellschafterversammlung der Braunschweiger Verkehrs-GmbH die Annahme des vorgelegten E-Bus-Konzepts. Der Rat hatte die Verwaltung bereits im Jahr 2017 beauftragt, eine Studie zur Anschaffung von Bussen mit serienreifen, alternativen Antriebssystemen zu erstellen. Insbesondere im Zuge der Diskussion um den Stadtbahnausbau war zuvor durch uns die Prüfung und Umsetzung eines E-Bus-Konzepts eingefordert worden. Politisches Ziel ist es nun, bis 2030 eine komplette Umstellung des ÖPNV auf E-Mobilität zu erreichen. 
Emissionsfreie E-Busse in der Stadt fahren zu lassen, ist ein wichtiger Beitrag zur Umsetzung von Klimazielen.

„Emissionsfreie E-Busse in der Stadt fahren zu lassen, ist ein wichtiger Beitrag zur Umsetzung von Klimazielen. Die Erwartungen sind, dass der Öffentliche Personennahverkehr im Zuge der sich verändernden Mobilität einen höheren Stellenwert bekommt. Deswegen führt kein Weg an E-Bussen vorbei, wenn wir für die Bürger auch die Belastungen durch Feinstaub und Lärm weiter verringern wollen“, begründet Ratsherr Claas Merfort, stellvertretender Vorsitzender im Finanz- und Personalausschuss, unsere Zustimmung. Das Statistische Bundesamt verzeichnet seit 2004 eine stetige Zunahme an ÖPNV-Nutzern.

Merfort verweist auch auf die positiven Erfahrungen vieler anderer Städte, die bereits mit der Umsetzung eines entsprechenden Konzepts begonnen haben. In Braunschweig kann auf die Erkenntnisse der Elektro-Gelenkbusse, die induktiv innerhalb kurzer Zeit berührungsfrei geladen werden können, und bereits seit 2014 täglich Fahrgäste auf dem Innenstadtring befördern, zurückgegriffen werden. Zwar steht diese konkrete Technologie heute nicht mehr zur Verfügung, es konnten jedoch wertvolle Erfahrungen gesammelt werden. So schloss die Verkehrs-GmbH ihr vom Bund gefördertes „emil“-Forschungsprojekt 2016 erfolgreich ab. Die errechnete Einsparung von CO2 je Fahrzeug beträgt nach Angaben der Verkehrs-GmbH 73 Tonnen pro Jahr. Aktuell verfügt das Unternehmen über 154 Busse, darunter fünf Elektrobusse.

„Die Umstellung der Busflotte wird zunächst hohe Anschaffungskosten verursachen. Deswegen ist es richtig, die Umsetzung im Rahmen von Förderprogrammen zu beginnen. Angesichts der Erfordernisse für die Umwelt ist Innovation ein wichtiger Baustein, um die Klimaziele zu erreichen, lokale Lärmbelästigungen zu verringern und die Luftqualität in den Städten zu verbessern. Wir sind überzeugt, dass das E-Bus-Konzept für Braunschweig der richtige Weg und ein zeitgemäßer Meilenstein im Umweltschutz ist“, sagt Merfort.