Projekt „Großer Hof“ – Bürger erwarten mehr Transparenz
Wir haben für die nächste Sitzung des Ausschusses für Planung und Hochbau eine Anfrage zum geplanten Stadtentwicklungsprojekt „Großer Hof“ eingebracht. Ziel ist es, mehr Transparenz über die weiteren Planungen herzustellen und bestehende Unsicherheiten sowie mögliche Missverständnisse auszuräumen. Hintergrund sind zahlreiche Rückmeldungen aus der Bürgerschaft sowie von Betrieben und Unternehmen aus der Innenstadt.
Auslöser der Diskussion war ein Bericht der Braunschweiger Zeitung über die geplante Entwicklung des Areals rund um den Großen Hof. Vorgesehen sind dort unter anderem neue Wohnungen, eine Kindertagesstätte, Grünflächen, Gastronomie sowie eine Ausstellungsgalerie mit Ateliers. Gleichzeitig wird über deutliche Veränderungen beim Verkehrskonzept und beim bisherigen Parkplatzangebot diskutiert. Die grundsätzliche Entwicklung des Bereichs kann Chancen für die Innenstadt bieten. Gleichzeitig müssen die Sorgen und Fragen der Bürgerinnen und Bürger ernst genommen werden.
„Gerade bei einem Projekt dieser Größenordnung ist Transparenz entscheidend“, erklärt unsere planungspolitische Sprecherin Heidemarie Mundlos. „In den vergangenen Tagen sind viele Fragen an uns herangetragen worden – insbesondere zur Zukunft des Parkraums, zur verkehrlichen Erreichbarkeit der Innenstadt und zum Umgang mit dem vorhandenen Baumbestand. Diese Fragen sind berechtigt und verdienen nachvollziehbare Antworten.“
Besonders Einzelhändler, Ärzte, Handwerksbetriebe und weitere Unternehmen hätten ihre Sorge geäußert, dass sich die ohnehin angespannte Verkehrssituation in der Innenstadt weiter verschärfen könnte. Vor allem die Erfahrungen rund um die Baustellensituation am Hagenmarkt hätten bei vielen Menschen Verunsicherung ausgelöst.
„Wir wollen ausdrücklich keine unnötige Unruhe erzeugen, sondern Klarheit schaffen“, so Mundlos weiter. „Viele Diskussionen entstehen derzeit auch deshalb, weil Informationen fehlen oder unterschiedliche Aussagen im Raum stehen. Deshalb ist es wichtig, dass die Verwaltung frühzeitig und offen darlegt, wie die weiteren Planungen konkret aussehen.“
Mit unserer Anfrage wollen wir unter anderem erfahren, wie die zeitliche Umsetzung des Projekts geplant ist, welche Finanzierungsschritte noch notwendig sind und wie das künftige Verkehrskonzept aussehen soll. Darüber hinaus fordern wir Informationen zu möglichen Baumfällungen sowie zu geplanten Neu- und Ersatzpflanzungen.
„Gerade der Umgang mit dem vorhandenen Grün bewegt viele Menschen“, betont Mundlos. „Deshalb erwarten wir größtmögliche Transparenz darüber, welche Bäume erhalten werden können und wo gegebenenfalls Ersatz geschaffen werden soll. Stadtentwicklung kann nur dann erfolgreich sein, wenn sie nachvollziehbar erklärt wird und die Menschen mitgenommen werden.“