Interkommunales Gewerbegebiet vorantreiben

Zukunftsperspektiven für unsere Region schaffen – gemeinsame Gewerbeentwicklung mit Salzgitter stärken – große Chancen für Industrie, Hightech und Verteidigungstechnologien

Wir setzen uns für die Weiterentwicklung eines interkommunalen Gewerbegebietes gemeinsam mit der Stadt Salzgitter ein. Ein entsprechender Antrag wird zunächst im Wirtschaftsausschuss am 4. Juni beraten. Ziel ist es, neue industrielle Perspektiven, hochwertige Arbeitsplätze und zusätzliche Wertschöpfung für die gesamte Region zu schaffen.

Wir knüpfen dabei an die bereits seit dem Jahr 2017 bestehenden Planungen an und fordern, die damaligen Überlegungen unter den heutigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen konsequent weiterzuentwickeln. Im Mittelpunkt stehen insbesondere Unternehmen aus den Bereichen Industrie, Hightech, Verteidigung und Sicherheit, Luft- und Raumfahrt, Mobilität sowie Forschung und Entwicklung.

„Unsere Region braucht dringend neue große Gewerbe- und Industrieflächen“, erklärt unser Ratsherr Maximilian Pohler. „Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen in der Automobilindustrie müssen wir zusätzliche wirtschaftliche Perspektiven schaffen und uns breiter aufstellen. Braunschweig darf nicht abwarten, sondern muss aktiv um Zukunftsbranchen und neue Investitionen werben.“

Braunschweig verfügt seit Jahren nur noch über sehr begrenzte Möglichkeiten für größere Industrieansiedlungen. Gerade moderne Unternehmen mit hohem Flächenbedarf weichen zunehmend auf andere Regionen aus. Deshalb muss die Stadt gemeinsam mit ihren regionalen Partnern endlich neue Entwicklungsflächen schaffen.

„Es reicht nicht aus, immer nur über wirtschaftliche Transformation zu sprechen“, so Pohler weiter. „Wir müssen konkrete Voraussetzungen schaffen, damit Unternehmen investieren, forschen und neue Arbeitsplätze aufbauen können. Dazu gehören moderne und leistungsfähige Gewerbeflächen ebenso wie schnelle Genehmigungsverfahren und eine verlässliche politische Unterstützung.“

Besondere Chancen sehen wir in der leistungsfähigen trimodalen Anbindung des möglichen Standortes über Straße, Schiene und Wasserwege. Diese Kombination ist ein erheblicher Standortvorteil im Wettbewerb mit anderen Regionen.

„Die Kombination aus Autobahnanbindung, Schieneninfrastruktur und Wasserstraße ist bundesweit selten und deshalb hochattraktiv“, erklärt der Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses, Oliver Schatta. „Gerade für Industrieunternehmen, technologieorientierte Betriebe und logistikintensive Branchen sind solche Voraussetzungen ein entscheidender Faktor bei Standortentscheidungen.“

Große Zukunftschancen für die Wirtschaftsregion Braunschweig liegen darüber hinaus insbesondere im Bereich Verteidigung und Sicherheit. Angesichts der veränderten weltpolitischen Lage und steigender Investitionen in diesem Bereich müsse Deutschland seine industrielle und technologische Leistungsfähigkeit stärken.

„Die Sicherheits- und Verteidigungsindustrie entwickelt sich zunehmend zu einer wichtigen Zukunftstechnologie“, betont Schatta. „Davon können auch unsere Region, unsere Hochschulen und unsere Unternehmen profitieren – gerade mit Blick auf Forschung, Entwicklung und hochqualifizierte Arbeitsplätze. Viele Innovationen aus diesem Bereich finden später auch zivilwirtschaftliche Anwendungen.“

Neben etablierten Unternehmen, beispielsweise aus dem Handwerk, sollen auch Start-ups und technologieorientierte junge Unternehmen gezielt unterstützt werden. Vorgesehen ist deshalb, innerhalb des Gewerbeparks ausreichend Raum für innovative Gründungen sowie vergünstigte Entwicklungsmöglichkeiten zu schaffen. Besonders wichtig ist uns dabei eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Stadt Salzgitter. Der erste Anlauf für das gemeinsame Gewerbegebiet war dort 2018 durch eine Ablehnung der Verwaltungsvorlage gescheitert – vorerst.

„Ein solches Projekt kann nur gemeinsam erfolgreich sein“, erklärt Schatta, der in einem weiteren Ehrenamt auch Kreishandwerksmeister der Region Braunschweig ist. „Deshalb setzen wir ausdrücklich auf eine partnerschaftliche Kooperation mit Salzgitter. Wenn beide Städte ihre Stärken bündeln, entsteht ein Wirtschaftsstandort mit überregionaler Bedeutung und enormem Entwicklungspotenzial.“

Wir fordern die Verwaltung außerdem auf, frühzeitig Gespräche mit dem Land Niedersachsen, Wirtschaftsförderern und potenziellen Investoren aufzunehmen, um Fördermöglichkeiten und Unterstützungspotenziale auszuloten.